Geschichte der Akupunktur

Die Anfänge der Akupunktur sind kaum zu datieren


Erstmals in der Literatur erwähnt wurde sie im Jahre 90 v. Chr. Davor gab es bereits Holzfiguren mit Leitungsbahnen (z. B. als Grabfund aus der frühen Han-Dynastie) – man vermutet allerdings, dass die Einstichöffnungen, also die Akupunkturpunkte, erst später hinzukamen. Daneben gibt es einige Geschichten, die vermutlich nicht wahr, aber interessant sind. So berichtet die Sage, dass vor etlichen tausend Jahren ein chinesischer Soldat von einem Pfeil getroffen und nur verwundet wurde. Doch der Treffer soll nicht nur zu seinem Nachteil gewesen sein: Während die Wunde verheilte, soll sich als Reaktion auf den Treffer die Erkrankung eines anderen Organs zurückgebildet haben. Dies wird als (mythologischer) Beginn der Akupunktur-Therapie gerechnet.

Eine andere Erklärung über die Anfänge der Akupunktur beinhaltet die Vermutung, dass frühzeitliche Menschen entdeckten, dass sich eine Verletzung oder Schmerz gelegentlich durch Handauflegen (andere Heilmethoden gab es zunächst nicht), Massage oder Drücken bestimmter Körperstellen lindern ließ. Da dies aber nicht in allen Fällen half, versuchte man, durch Steine oder Knochensplitter dieses Prinzip zu verfeinern. Die Erfahrung ließ eine Systematik entstehen, nach der bestimmten Krankheitsbildern Punkte zugeordnet wurden, die dann für eine Linderung des Problems sorgten.